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Ehem. Synagoge und jüdischer Friedhof

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts war in Dransfeld eine größere jüdische Gemeinde belegt. Nachdem die Gottesdienste zunächst in privaten Räumlichkeiten stattfanden, beschloss die Gemeinde, aus Platzgründen, 1826 den Bau einer eigenen Synagoge. Es entstand jedoch zunächst im Fickelnstieg, der heutigen Gerlandstraße, eine jüdische Schule.
Erst nach dem verheerenden Stadtbrand von 1834 entstand, gegenüberliegend der jüdischen Schule die Synagoge, die am 15. August 1836 schließlich eingeweiht wurde. Die jüdische Schule existiert weiterhin in einem gegenüberliegenden Gebäude.

Ab 1937 wird die Synagoge nicht mehr genutzt, da die jüdische Gemeinde nicht mehr besteht. Während des 09. Novembers 1938 kommt es zu Zerstörungen des Inventars, zu Bränden kommt es jedoch nicht, da das Gebäude in dichte Fachwerkbebauung eingereiht ist und ohnehin nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion genutzt wird.

Im März 1950 wird das Gebäude auf 25 Jahre an die katholische Gemeinde, die durch zahlreiche Vertriebene aus Schlesien stark anwuchs, verkauft und diente ab Juli 1951 als katholische Kirche „Zu den sieben Schmerzen Mariä“ unter dem Patronat der heiligen Hedwig, Schutzpatronin Schlesiens.

Nach der Weihung der neuen katholischen Kirche in der Heinrich-Sohnrey-Straße / Ecke Bördeler Weg, am 06. Dezember 1975, wird das Gebäude der ehemaligen Synagoge geräumt.

Nach einigen Jahren des Leerstandes dient sie seit 1985 der benachbarten Tischlerei als Lagerraum.

Zu der Synagoge hatte die einstige jüdische Gemeinde Dransfelds auch einen Friedhof, der sich etwas abseits der Stadt auf einer Anhöhe des Dransberges am Waldrand befand, und auch heute noch dort besteht.

Aus den Akten des Dransfelder Stadtarchivs ist dieser Friedhof seit dem Jahre 1801 belegt. Nachdem er zunächst von der Stadt Dransfeld gepachtet worden war, erwarb die jüdische Gemeinde ihn 1853.

Insgesamt wurden auf dem Friedhof während seiner Nutzung 791 Menschen beerdigt.

Der, seit den 1930er Jahren nicht mehr zur Bestattung verwendete, Friedhof enthält heute noch etwas über 100 Grabsteine und –platten.




 

 

 

 
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