Carl Friederich Gauß
Carl-Friedrich Gauß und seine Bindung zu Dransfeld:
Der 1777 in Braunschweig geborene Carl-Friedrich Gauß war, als mathematisches Wunderkind bekannt geworden, ab 1795 Student in Göttingen, hörte bei Georg-Christoph Lichtenberg Vorlesungen auf dem Gebiet der Physik und der Astronomie.
Nach seiner Promotion in Helmstedt kehrte er nach Braunschweig zurück und arbeitete dort, unterstützt von Herzog Carl-Wilhelm-Ferdinand von Braunschweig, an seinem Werk „Disquisitiones Arithmeticae“.
Nach dem unerwarteten Tod des Herzogs ging Gauß im Jahre 1807 als Professor an die Georgia-Augusta Universität zu Göttingen zurück.
Im Jahre 1818 erhielt er, nachdem er zwei Jahre zuvor bereits Erfolge bei der Landvermessung des Königreiches Dänemark zu verzeichnen hatte, den Auftrag das Königreich Hannover zu vermessen.
Für seine Landvermessungen nutzte Gauß das von ihm entwickelte Eliminationsverfahren, das auf den kleinstmöglichen Quadraten basiert.
Zudem erfand er den Heliotropen, ein Vermessungsinstrument, das mit dem Sonnenlicht arbeit, ein Nachbau hiervon steht heute im Dransfelder Gauß-Museum in der Langen Straße.
Ausgangspunkt der Triangulation, der Einteilung des Königreichs Hannover in große Dreiecke anhand markiger Landpunkte, wie den Gipfeln hoher Berge bildete der Hohe Hagen bei Dransfeld, von welchem aus er den Brocken im Harz und Inselsberg im Thüringer Wald anpeilte.
Die Entfernungen betrugen daher nach Gauß’ Berechnungen vom Hohen Hagen zum Brocken 68 km in der Luftlinie und zum Inselsberg 84 km, die Strecke vom Brocken zum Inselsberg vermaß Gauß vom Hohen Hagen aus auf 106 km.
Am 29. Juli 1821 beendete Gauß seine Landvermessungsarbeiten vom Hohen Hagen aus und konnte schließlich fünf Jahre später die Ergebnisse seiner gesamten Vermessungsarbeiten des Königreichs Hannover präsentieren.
Die 10-DM-Banknote der Serie ab 1993 widmete die Deutsche Bundesbank Gauß und seiner Landvermessung.
Aufschluss über das Wirken und die Arbeiten Gauß’ am Hohen Hagen gibt das Dransfelder Gauß-Museum in der Langen Straße.
Die Grundschule am Fuße des Hohen Hagens trägt seit einigen Jahren den Namen Gauß’.
Links:
Gauß-Gesellschaft Göttingen
Gauß Göttingen
Carl Friedrich Gauß Wikipedia
Aktualisiert (Dienstag, den 30. März 2010 um 17:30 Uhr)





